Sonntag

Beziehungsgeschichten - Wie das Leben tatsächlich ist, haben wir alle nicht gelernt











Beziehungen ... 

Wir alle haben und leben sie. Manchmal wahrhaft glücklich und zufrieden, mit kleinen Eintrübungen, wie sie halt passieren, wenn unterschiedliche Charaktere miteinander zu tun haben oder auch zusammenleben. Manche Beziehungen sind mehr, andere weniger belastet. Viele scheitern, weil Differenzen unüberbrückbar sind. 

Häufig bleiben die Gründe eher augenscheinlich, also oberflächlich. Selten gehen Menschen ihren schwierigen Beziehungen derart auf den Grund, dass sie Eigenanteile am Verlauf klar erkennen und diese eindeutig ihren eigenen Verhaltensweisen und denen des anderen zuordnen können. Die Vorstellung, dass Verhalten von Menschen mit bestimmt wird, die längst verstorben sind oder so alt, dass sie eigentlich keinen Einfluss mehr nehmen können, erscheint zunächst abwegig.

Doch es ist so, dass wir alle auch von unseren vorhergehenden Generationen geprägt wurden. Durch die Erziehung, die sie erfuhren und die sie entsprechend weitergaben und auch deren Erleben - insbesondere im 20. Jahrhundert mit den beiden großen Kriegen und der furchtbaren Naziherrschaft und den Auswirkungen auf die Gesellschaft ... -, welches sie nachhaltig prägte.

Mund halten, stillschweigen, durchhalten, zusammenreißen und bloß nichts, was Schwäche, Niederlage, Schmerz etc. bedeutet nach außen dringen lassen. Ein leider (auch) guter Nährboden für Missbrauch in seinen vielen Facetten, für unendlich großes Leid durch häusliche/familiäre Gewalt, für ziemliche Brutalität auch im Schulwesen usw. usf.

Weit ausgeholt, und der Platz hier reicht nicht, um all das weiter auszuführen, was uns noch beeinflusst und unsere Persönlichkeit beschädigt hat, Beziehungen nicht glücklich und zufrieden sein lässt und häufig in die nächsten Generationen weitergetragen wird.


Wenn wir ja sagen, obwohl wir nein meinen

"Die Folgen gestörter Beziehungen in Familien fallen oft erst dann auf, wenn man einem anderen Menschen auf der Gefühlsebene so nahekommt, dass man ihm (und den Gefühlen) ausweichen möchte - obwohl man den anderen gern hat", schreibt Eckhard Pawlowski und spricht aus eigener Erfahrung. "Tiefe Gefühle verunsichern zutiefst, machen Angst... Ursachen sind andauernde Kränkungen, Demütigungen und eine ganze Palette anderer Störungen insbesondere durch unsere direkten Bezugspersonen. Sie versinken im Laufe vieler Jahre irgendwo in unserem Unterbewusstsein und führen dort ein zunehmend eigenständiges Dasein. Die Auswirkungen reichen von Schlafstörungen, Unruhe, körperlichen und psychischen Beschwerden bis hin zur völligen Beziehungsunfähigkeit, über die zahllose Menschen in gefährliche Verzweiflung geraten. Nicht zuletzt, weil wir nicht imstande sind, unsere Grenzen zu schützen, weil wir ja sagen, obwohl wir nein meinen, weil wir uns anpassen, bis wir uns selbst so verloren haben, dass wir uns nicht mehr wiederfinden. Und das alles aus dem Bestreben heraus, Konfrontation zu vermeiden, bedingungslose Harmonie und Eins-Sein leben zu wollen, was widernatürlich ist und gar nicht möglich.
Krampfhafte Versuche, die selbstgewählte Rolle immer weiter zu spielen, um den anderen nicht zu verlieren, nicht allein zu sein, scheitern zwangsläufig."


Der Wahrheit ins Gesicht sehen ...

Der Autor hat in seinem Buch sowohl biografische als auch Geschichten und Erfahrungen aus seiner  33-jährigen Berufstätigkeit als Fachkrankenpfleger für Psychiatrie in die erzählt. Alles ist miteinander verflochten. Selbst unsere Berufswahl wird von unserem eigenen bewusst Erlebten und unbewusst Abgespeichertem aus Kindheit und Jugend in dem Umfeld, das uns prägte, bestimmt. Jeder geht seinen Weg und kann mit den Lektionen, die sich ihm stellen, Heilung erfahren, wenn er sich nicht den ambivalenten Gefühlen entzieht, den Ungereimtheiten in seinem Verstehen, dem Unbehagen, das ihm die Nachruhe raubt und den Problemen, die - nicht selten immer wieder gleich - in seinen Beziehungen auftauchen.
Kein Weg führt daran vorbei, sich seinen Beziehungen zu stellen, will man gesund, glücklich und zufrieden leben.


"Beziehungsgeschichten" ist erschienen bei twentysix.de und kann über den Buchhandel sowie auch bei amazon, bücher.de, Osiander, Hugendubel, Thalia, Mayersche bezogen werden:

Paperback   978-3-7307-1368-3 (Preis 13,99 €)
e-Book         978-3-7407-9349-4 


Über den Autor: 

Eckhard Pawlowski ist Vater von 3 erwachsenen Kindern und Großvater von 4 Enkeln. Nach Abschluss der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Buchbinder. Später wechselte er den Beruf und machte eine Ausbildung zum Krankenpfleger mit einer Zusatzausbildung zum Fachkrankenpfleger für Psychiatrie. Er arbeitete 20 Jahre soziotherapeutisch in einer (teil-)stationären Übergangseinrichtung im Stadtgebiet zur Wiedereingliederung von ehemaligen Patientten einer psychiatrischen Klinik. Daran anschließend war er 10 Jahre in einer Gerontopsychiattrischen Ambulanz soziotherapeutisch tätig. Außerdem arbeitete er als Berater und Begleiter von pflegenden Angehörigen, Pflegediensten und Heimen. 
Eckhard Pawolwski ist Dozent an verschiedenen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen.







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Angelika Fleckenstein
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