Donnerstag

Dann machen Sie's doch selbst (4)




Das Richtige tun
von Anfang an


Gewusst
WIE!




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Gestern versprach ich, etwas darüber zu schreiben, wie Sie am besten vorgehen, um Ihr Buch als Selfpublisher optimal vorzubereiten. Na, dann wollen wir mal sehen…

Vorweg möchte ich sagen, dass es unter Ihnen sicher einige Word-Kenner und –Könner gibt, denen ich hier nichts mehr erzählen kann und will. Sie wissen genau, wie sie das Manuskript anlegen vom Rohentwurf bis zur PDF-Erstellung. – Wenn Sie dennoch weiterlesen möchten, bitte sehr! Ich freue mich!

Es ist übrigens egal, ob Sie bereits einmal veröffentlicht haben oder nicht. Was jetzt folgt, gilt für alle! Besonders jedoch für diejenigen, die sich nicht so gut oder gar nicht auskennen, gebe ich hier meinen heißesten Tipp:

Schreiben Sie in einer Normseiten-Manuskript-Vorlage!

Was ist das?
Der Verband der freien Lektoren e.V. empfiehlt hierfür ein

-  Format auf DIN A4-Seite
-  mit ca. 30 Zeilen,
-  in denen etwa 60 Zeichen inklusive der Leerschritte Platz finden.
-  Das Ganze mit 1,5-fachem Zeilenabstand.
-  Eine Normseite enthält durchschnittlich etwa 1.500 Zeichen*). (Dies ist übrigens auch die Grundlage, auf der die meisten Lektoren/Korrektoren ihre Preisangebote für die Bearbeitung machen.)

Eine solche Vorlage können Sie im Internet herunterladen, sowohl für Word wie auch für Open Office. Google macht das Finden leicht!

In diese Vorlage fügen Sie eine Kopfzeile mit Ihren Daten ein, dann schreiben Sie einfach drauflos. Das einzige, was Sie „formatieren“, sind die Absätze. Nur hier betätigen Sie die „Enter“-Taste. Ansonsten schreiben Sie einfach runter und kümmern sich um nichts.

Wenn Sie in einzelnen Kapiteln schreiben, können Sie diese mit einer zusätzlichen Leerzeile vom vorherigen absetzen und z.B. Nummerieren bzw. die Überschrift des jeweiligen Kapitels schreiben.
Ein Lektor/Korrektor wird sich freuen, ein solch einfaches Manuskript, das bar jeder Formatierungsstolpersteinchen ist, bearbeiten zu dürfen.

Das ist mal der einfachste Start, wenn Sie meinem Rat aus Beitrag No. 3 folgen: der Buchveröffentlichung ein Lektorat/Korrektorat voranzuschicken.

Der Lektor kann Ihnen das Manuskript dann auch entsprechend dem gewählten Buchformat „setzen“. Er legt den Schrifttyp fest, die Schriftgröße, sorgt für einen etwas größeren Abstand zwischen den einzelnen Absätzen, den Erstzeileneinzug, formatiert die Kapitelüberschriften – falls vorhanden – oder die Nummerierung. Aus den Kapitelüberschriften lässt sich dann per Mausklick ein Inhaltsverzeichnis generieren. Dieses kann vorformatiert sein (durch eine entsprechende Formatvorlage, die man im Schreibprogramm schon hat oder selbst anlegt) oder wird separat im Dokument bearbeitet. Die Schreibprogramme lassen sich auf die Bedürfnisse des künftigen Buches hervorragend einstellen. Vorausgesetzt, man kennt sich aus, was bei Lektoren/Korrektoren absolut der Fall ist.

Es ist klar, dass dieser Service Geld kostet. – Oder?

Wenn Sie geglaubt haben, eine Buchveröffentlichung als Selfpublisher spart Ihnen Mühe und Geld, sind Sie im Irrtum! Selfpublishing ist viel Arbeit für den Autor - und auch für jene, die ihn unterstützen! Und wenn er es richtig machen will, kostet es halt etwas, und zwar nicht nur die Veröffentlichungsgebühr.


Selfpublishing ist aber vor allen Dingen eines: 
Die große Chance, jedem Buch zu seiner Leserschaft zu verhelfen!

Es gibt ungezählte gute Manuskripte, die bei vielen Verlagen in der Masse aller eingereichten Werke schlicht „unter den Tisch fallen“. Immerhin erscheinen jährlich etwa 90.000 neue Bücher!!! Können Sie sich vorstellen, wie groß die Zahl der eingegangenen Werke gewesen sein muss, aus denen diese Neuerscheinungen hervorgingen?

Insofern betrachte ich Selfpublishing als Segen für alle Autoren!

Es bietet Ihnen eine unerhört gute Chance, Ihr Buch das Licht der Bücherwelt erblicken zu lassen! Wenn Sie einen Verlag gefunden haben, der Ihnen für einen vernünftigen Preis ein sehr gut geschnürtes Paket an

-  technischem Know-How,
-  Unterstützung bei der Veröffentlichung und
-  ein gutes Marketing liefert sowie
-  darüber hinaus auch noch eine gute Provision beim Buchabsatz gewährt,

sollten Sie die Chance ergreifen! Wer weiß? Vielleicht ist gerade Ihr Buch jenes, auf das die Welt gewartet hat!!?

Wenn Sie also Lektorat/Korrektorat und Satzarbeit in professionelle Hände geben, kostet es zwar Geld, dafür haben Sie jedoch die Gewähr, dass Ihr Werk wirklich professionell bearbeitet wird und in jeder Hinsicht mit allen anderen Büchern am Markt konkurrieren kann. – Zudem freut sich auch der Verlag! Die Bücher „seiner“ Selfpublisher sind nämlich auch seine Visitenkarte. Ihr Erfolg mit dem Buch und der Erfolg des Verlages sind untrennbar miteinander verbunden.

Lieber Autor, liebe Autorin, sie haben schon mal ein Angebot für ein Lektorat/Korrektorat und/oder Satzarbeit eingeholt? Ich sehe, Sie waren über die Kosten doch etwas erschrocken?
Noch ein Tipp: Scheuen Sie sich nicht, beim Lektorat nach einer für beide Seiten angenehmen Teilzahlung zu fragen. Es gibt immer einen Weg mit guten Kompromissen…


Und wenn Sie trotzdem wild entschlossen sind, Ihr Buch ganz allein in Form zu bringen, verrate ich Ihnen auch dazu den einen oder anderen Tipp… morgen!





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