Donnerstag

Das Spotsrock-Lektorat



Die Grundlage für eine gute und günstige Manuskriptbearbeitung




Foto by mysticartdesign pixabay.com




Manuskriptformatierung
Autoren und Autorinnen sind bestrebt, ihr Manuskript möglichst perfekt vorzubereiten. Insbesondere trifft das auf die Selfpublisher zu, die ja ihr Buch verständlicherweise am liebsten vollkommen im Alleingang ans Licht der Öffentlichkeit bringen möchten. Sie wenden daher viel intensive Arbeit auf, es vollkommen schön zu formatieren.
Die Arbeit mit Word (oder ähnlichen Schreibprogrammen) ist jedoch ziemlich komplex. Die Programme bieten eine ganze Palette von Möglichkeiten zur Voreinstellung, Korrektur etc., die nur den wenigsten Autoren/Autorinnen bekannt ist. 

So führt die eigenständige Formatierung häufig zu Fehlern: die Abstände zwischen den Wörtern sind teilweise viel zu groß, Silbentrennungen sind nicht korrekt, Abstände zwischen den Absätzen werden mit Leerzeilen hergestellt, Einrückungen mit Leertastenbetätigung oder Tab-Sprüngen eingefügt, Überschriften nicht einwandfrei formatiert, sodass nachfolgender Text später im Inhaltsverzeichnis mit erscheint, Bilder sind in den "freien", durch Leerzeilen geschaffenen raum eingefügt, sie flattern samt der Bildunterschriften kreuz und quer über die entsprechende Seite oder verschwinden sogar, Seitenzahlen fehlen oder sind nicht korrekt dargestellt, Seitenränder stimmen nicht… die Liste könnte noch länger sein. Ich nenne hier nur die wesentlichsten bzw. häufigsten Fehler.

Besonders tückisch sind "Abschnittswechsel". Viele Autoren und Autorinnen setzen einen solchen bei jedem Seitenwechsel, was grundverkehrt ist. Der Abschnittswechsel beinhaltet eine besondere Eigenschaft, die sich auf nachfolgende Inhalte auswirkt/auswirken soll und eine vorherige Einstellung aufhebt. Wer das nicht weiß, baut hier unbeabsichtigt Fehler in sein Manuskript, die später nicht mit nur einem Mausklick zu korrigieren sind, sondern Zeit kosten.



Foto von Hans Braxmeier (Neu-Ulm) pixabay.com

Nicht selten fallen die Mängel in einem Buchblock auf, wenn er beim Verlag (z. B. bei tredition) hochgeladen wird. Entweder scheitert bereits der Ladevorgang oder die Mitarbeiter melden dem Autor/der Autorin nach ihrer gewissenhaften Prüfung, dass es Fehler und/oder Mängel gibt, die der Behebung bedürfen. Rasch begibt sich manche/r an die Bearbeitung, baut leider dabei manchmal noch mehr Fehler hinein. 
Spätestens dann wird klar, dass sie professionelle Hilfe benötigen.
  
Lektorat
Gleiches gilt übrigens für das Lektorat des Textes. Wenn Freunde und Bekannte das veröffentlichte Buch gelesen haben, werden sie prompt wohlmeinend die Fehler im Buch aufzeigen. Wenngleich es vermutlich nicht ein einziges vollkommen fehlerfreies Buch gibt, so sollten Fehler doch eine Ausnahme sein, die rein menschlich vorkommen kann.
In unlektorierten Bücher finden sich leider zu oft noch ungezählte Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau sowie die fiesen kleinen Tippfehlerchen, wie sie uns allen unterlaufen können.

Die ideale Voraussetzung für eine zügige, d. h. zeit- und kostensparende Bearbeitung
Ihres Manuskripts ist dann gegeben, wenn zumindest die drei nachfolgend genannten Punkte 100 %ig erfüllt sind:

Text
  1. ist auf einer DIN-Normseite für Manuskripte geschrieben
  2. je Seite 30 Zeilen
  3. + pro Zeile durchschnittlich 60 Zeichen
  4. + 1,5-facher Zeilenabstand
  5. keinerlei Formatierung (Überschriften etc.)
  6. Zeilenumbrüche nur bei neuem Absatz
  7. automatische Silbentrennung


Bilder
  1. bitte nicht einfach kopieren, im Netz herunterladen oder mit PowerPoint o. ä. Programm selbstbasteln
  2. vorzugsweise eigene Fotografien, Zeichnungen
  3. Auflösung im Idealfall 300 dpi

Tabellen und Grafiken
  1. ebenfalls nicht einfach irgendwo rauskopieren oder runterladen
  2. durchaus selbst erstellen;
  3. Voraussetzung: Sie können mit der Tabellenfunktion in Word (o. ä. Progr.) sicher umgehen.

Ich sage den Autoren/Autorinnen, für die ich arbeite: „Konzentrieren Sie sich einfach nur aufs Schreiben, und überlassen Sie die fachlich-professionelle Vorbereitung Ihres Manuskripts in Buchform für die spätere Veröffentlichung mir (oder einem Kollegen/einer Kollegin).“
Auf diese Weise erreichen wir in der Zusammenarbeit am ehesten und unkompliziert ein tolles Ergebnis.

Aber: Was das kostet…
Oft ist der Kostenfaktor entscheidend dafür, ob ein Autor/eine Autorin die Hilfe eines Lektors in Anspruch nimmt. Hier kann ich Ihnen nur raten, auf diese Hilfe nicht zu verzichten. Ein paar Gründe liegen auf der Hand:
  1. Sie wertschätzen das, was Sie zu Papier gebracht haben.
  2. Sie möchten, dass Ihr Buch Interesse findet bei Lesern, mit anderen Worten
  3. …dass es sich verkauft.
  4. Unterschätzen Sie den Anspruch Ihrer potenziellen Leser nicht.
  5. Bedenken Sie, dass Selfpublisher teilweise immer noch belächelt werden, weil manche Menschen glauben, dass sie geringwertige Literatur veröffentlichen. (Was natürlich überhaupt nicht stimmt.)


Über einen Preis für die Arbeit am Buch kann man mit einem Lektor/einer Lektorin sprechen, und bisher ist es mir persönlich in den allermeisten Fällen gelungen, eine für beide Seiten angenehme Vereinbarung zu treffen. 
Ganz sicher werden Sie nicht baden gehen, wenn Sie sich einem Lektor/einer Lektorin anvertrauen. Viele andere Autoren/Autorinnen, die mit mir gearbeitet haben, werden Ihnen dies bestätigen können. 

Also, scheuen sie nicht den Kontakt zu einem Lektor, wenn Sie die bestmögliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Buchveröffentlichung schaffen möchten. 





Foto von Thomas Malyska
pixabay.com



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Chopin, Ashkenazy und ich...


Foto von Thomas B. aus Köln #pixabay.com



Geburtstagsüberraschung

Er konnte nicht wissen, was mir Klavierkonzerte bedeuten und erst recht nicht, wer Vladimir Ashkenazy ist. Wenn er Geschenke machte, war er intuitiv wie ein Kind. Er verließ sich auf sein Gefühl. Das zeigte sich ganz besonders, wenn er Geschenke machte. Ich erinnere mich nicht, dass er mir je etwas schenkte, das mich nicht überrascht hätte. Nicht den Hauch einer Ahnung gab es für mich vor Geburtstagen und Weihnachten. Immer durfte er den Augenblick meiner totalen Überraschung genießen. Das war schon faszinierend. Für dieses Geschick liebte ich ihn.
Köln. Philharmonie. Zwei Karten für eine Vorstellung Vladimir Ashkenazys...
Ich hab nur... war wohl etwas spät...“ stammelte er verlegen und wedelte mit einem Umschlag in der Hand herum, den er dann mir übergab.
Natürlich hatte ich keine Ahnung, was der Umschlag enthielt und warum er glaubte, zu spät zu sein. Zu spät für was? Für wen? Mein Geburtstag war heute. Mich konnte er nicht meinen, dachte ich und lächelte vor mich hin.
Ich öffnete den Umschlag und entnahm ihm zwei Eintrittskarten für die Philharmonie. Der Name des Pianisten sprang mir in die Augen, und alles andere nahm ich nicht mehr wahr. Ich freute mich unbändig und fiel ihm um den Hals. Ein Klavierkonzert mit Vladimir Ashkenazy. Der große, einmalige und geniale Pianist! Mein Herz schlug Purzelbäume vor Aufregung.
Er nahm mir die Karten ab und zeigte mir, wo wir unsere Plätze haben würden. Da erst verstand ich, was er gemeint hatte.
Wir werden hinter der Bühne sitzen“, sagte er entschuldigend.
Mir völlig einerlei!“ entgegnete ich.
Für ein solches Konzert hätte man mich auch im Keller deponieren können mit einem Dosentelefon zum Lauschen.
Ich hab die letzten zwei Karten bekommen und war froh, dass wir wenigstens noch nebeneinander sitzen“, erzählte er. „Aber hinter der Bühne... fand ich schade.“
Das macht wirklich nichts“, betonte ich nachdrücklich. „Du ahnst ja nicht, was es mir bedeutet, Ashkenazy live überhaupt hören zu dürfen. Dankeschön!“
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte, dass ich sogar den allerbesten Platz der Welt haben würde.

Das Konzert


... die Philharmonie war ausverkauft bis auf den letzten Platz. Eine wahnsinnige Kulisse! Und dann betrat der Meister die Bühne. 
Ashkenazy ist nicht von großem Wuchs. Eher klein. Mit Vorsicht und Bedacht setzt er einen Fuß vor den anderen, als er zum eleganten schwarzen Flügel schreitet. Sein Lächeln ist umwerfend bescheiden. Jede seiner Bewegungen drückt Demut aus. Und dann sitzt er am Flügel, hebt die Hände auf die Tasten und das anwesende Publikum der Philharmonie verstummt vollends.

Kunst wie nicht von dieser Welt


Ich sitze oberhalb der Bühne gleich hinter dem Maestro und kann ihm über die Schulter auf seine wunderbaren Hände schauen. Der erste Ton erklingt und gleichzeitig scheint ein Lichtspot ihn, den Flügel und mich in ein und dasselbe Licht zu hüllen. Ich bin völlig allein mit Ashkenazy und Chopin... kein Raum, keine Zeit, nur die Poesie der Kompositionen eines Genies und die Interpretation dieser Werke durch einen einzigartigen Künstler.
So vergingen fast zwei volle, wunderbare Stunden. Ich war verzaubert. Wir schoben uns mit der Besuchermasse aus dem Gebäude, doch ich nahm überhaupt nichts um mich herum wahr. Die Musik erklang noch immer in mir. Ashkenazy hatte mich hypnotisiert, und ganz besonders Chopin hatte mich elektrisiert.
Die Wirkung dieses einmaligen Erlebnisses hielt noch Wochen an. Wenn ich die Augen schloss, war ich wieder allein auf der Welt mit dem Pianisten und der Musik.
Zeitlos. Körperlos. Nicht von dieser Welt...
Ein Wunschgedanke? Ganz bestimmt auch das!


[© 2007 by af]


* * *

Von der Freundschaft


Foto von rihaij


Eine Freundschaft steht auf dem Prüfstand.
Eine Alltagsgeschichte, wie sie viele schon erlebt haben, denke ich. Oder?

Mir kam in einem sehr traurigen Augenblick sogar der Gedanke, dass Tiere die besseren Freunde sein könnten und ich mir vielleicht einen Hund oder ein Pferd zulegen sollte. Ich habe keinen Moment ernsthaft an die Umsetzung dieses aus Frust und Traurigkeit geborenen Gedankens gedacht. Aber allein, dass dieser Gedanke kam, hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Und diese Nachdenklichkeit trägt inzwischen Früchte...


Die Freundin


... Sie hört einfach nicht mehr zu. Entweder quatscht sie in meine Sätze hinein oder sie würgt das Gespräch ab, indem sie Eiligkeit signalisiert. Sie merkt nicht, dass ich kaum noch etwas sage.
Wenn sie drauflos quatscht, obwohl mein Satz (so ich denn zu Wort komme) noch nicht beendet ist, breche ich manchmal selbst einfach ab. Dann halte ich den Hörer in die Luft, spüre einen kleinen Frust über ihr Verhalten, höre dann wieder zu. Es ist schon einerlei, was sie gesagt hat, denn es dreht sich immer nur um sie und das immer Selbe, was sie tut oder zu tun beabsichtigt...

Ich glaubte eine lange Zeit, das sei ein vorübergehendes Phänomen. Weil es ja auch nicht immer so war, glaube ich jedenfalls. Aber es änderte sich nicht. Es ging weiter so...

..Sie erfährt nicht, was in meinem Leben passiert. Sie weiß nicht, was mich bewegt, was ich plane, wovon ich träume, wohin ich will. Sie fragt nicht. Und ich werde nicht gehört und fühle keine Lust mehr, ihr davon zu erzählen. Es fehlt jegliche Reflexion, ein Nachfragen später, das von Interesse geprägt sein sollte.
Und so fragt sie auch nichts zu den Dingen, von denen ich ihr berichtet hatte, wenn ich denn zu Wort kam. Ereignisse, die mich betreffen, bewegen, beschäftigen. Sie hört mich, das mag wohl sein, wenn ich die Chance habe, aus eigenen Stücken davon zu erzählen, oder wenn ich ihr davon schreibe. Aber das wurde allmählich seltener. Meine Lust, mich ihr mitzuteilen hat sich verkrümelt. Meine Lust auch, ihre Tagesrapporte zu lesen (letztlich waren es dann gar Rundmails) löste sich in Wohlgefallen auf.
Sie will nicht wissen, welches "Geheimnis" mich beschäftigte, das ich ihr vor geraumer Zeit in einer Mail angekündigt hatte. Oh, nichts Weltbewegendes, aber für mich sehr Wichtiges. Sie fragt nicht, was das sein könnte. Sie fragt auch nach Monaten nicht, was denn daraus geworden ist. Mich würde das interessieren, wäre es umgekehrt der Fall; und als Freundin hätte ich nicht locker gelassen, es herauszubekommen, teilzuhaben und mich mitzufreuen.
Ich warte auch noch immer auf ihre Meinung, wie ihr der Film gefiel, den ich ihr schenkte, weil ich dachte, dass er ihr genauso viel Freude bereiten würde wie mir. Ich weiß nicht mal, ob sie es überhaupt geschafft hat, ihn sich anzuschauen, müde wie sie immer ist...


Freundschaft am Ende?


Diese "Freundschaft" vegetiert vor sich hin wie eine ausgelatschte Ehe, in der sich die Partner nichts mehr zu sagen haben. Sie reden wohl noch, aber nicht mehr miteinander. Sie stülpen einander gerade noch den Alltagskram über. Keiner von beiden weiß mehr, was im anderen wirklich vor sich geht, welche Wünsche er hat. Auch Veränderungen nimmt man nicht mehr wahr.

Jetzt spüre ich keinen Impuls mehr, zum Telefonhörer zu greifen und anzurufen. Davon abgesehen habe ich keine Lust, irgendwas von mir zu erzählen. Mir fehlen die Worte.
Und ihren Anruf will ich auch nicht. Ich will keine Alltagsrapporte hören und an einer Stelle, wo ich gegebenenfalls etwas sagen könnte, das über "mhm" und "ach, ja" oder Ähnliches hinausginge, abgewürgt werde mit "...ich muss jetzt auflegen, weil...". Dabei war sie es, die angerufen hatte.

Kürzlich hat sie geschrieben. Eine Karte. In der steht, dass es eigentlich ein Brief werden sollte. Wurde es aber nicht, denn "...du weißt ja, was bei mir immer los ist...", und der Text geht kurz weiter und könnte ersetzt werden mit ich+ich+ich+ich. Nicht eine Frage danach, wie es mir geht oder was ich tu.

Ich bin wahrlich kein kleinlicher Mensch. Ich bin verständnisvoll und nachsichtig.
Aber die Einseitigkeit, die ich in meinen so genannten "Freundschaften" (zumindest nahm ich bis jetzt an, dass es welche wären) inzwischen erkannt habe, kann ich nicht mehr akzeptieren.
Ich habe einen anderen Anspruch an eine Freundschaft. Ich will Dialog. Lebendigen Austausch - nicht von Alltagskleinigkeiten, sondern über die Dinge, die jede/n auch im Innern beschäftigen. Und das kann sich nicht auf die Arbeit beschränken oder darauf, dass Gegenstände und/oder Papiere von A nach B bewegt werden. Das Leben besteht schließlich aus mehr als Arbeit, Haushalt und Pipapo.
Es gibt zum Beispiel Hobbies... Es gibt ... Veränderung ... ich verändere mich. Vielleicht ist das der Punkt?


Veränderung


Früher war ich die, die willig und ausdauernd jedem und allem zuhörte und den/m anderen zuredete - oder nach dem Schnabel sabbelte. Ich stärkte die Motivation des/r anderen. Ich blickte zu allen auf.
Währenddessen lud mancher lediglich alles bei mir ab. Man holte sich Bestätigung, Anerkennung und "Licht", manchmal auch viel mehr und/oder versenkte jede Menge Seelenmüll in meinen Trommelfellen. Oder man braucht schlicht einen "Zeugen für sein Leben". (Wird interessant geäußert von Susan Sarandon im Film "Darf ich bitten", nachdem sie einen Detektiv auf ihren Mann angesetzt hatte; ihr Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Über die Qualität des Films und der Geschichte an sich mag man geteilter Meinung sein, aber diese eine Sequenz, wo sie über den Grund, weshalb ihr die Ehe mit ihrem Mann wichtig ist, spricht, ist wirklich gut.)

Ich stehe für derlei  einseitige "Dienste" von bloßem Zuhören (reden um des Redens willen), Anbetung, Seelenmüllversenken etc. nicht mehr zur Verfügung. 


Foto von unsplash (GB) pixabay.com


Alltagskrempel und "...ich bin ja so furchtbar beschäftigt und habe keine Zeit..." - so etwas ist bei mir nicht mehr unterzubringen.
Anerkennung und Bestätigung sowie Trost für selbstverursachte Seelenqual und die Unfähigkeit (besser: den Unwillen), sich daraus zu befreien, das gibt es bei mir auch nicht mehr. (Eindrucksvollstes Beispiel: 104   Briefe an dich; erschienen bei tredition). Und die angenehme, auf die Ferne rein virtuell gelebte "Freundschaft", die nur einseitig ihren Zweck erfüllt? Nein, danke! Ohne mich.

Irgendwann muss Schluss sein mit einer fast devoten Fügsamkeit, die mir anerzogen wurde.
Ansonsten ginge ich irgendwann daran kaputt. Und letztlich ist mir auch die Zeit, die mir auf Erden gegeben ist, für solchen Unfug schlicht zu kostbar.


Zum Thema Freundschaft sagt Khalil Gibran etwas Zutreffendes:

"...Denn was ist ein Freund, wenn ihr ihn nur aufsucht, um die Stunden totzuschlagen?
Sucht ihn auf, um die Stunden mit ihm zu erleben.
Denn er ist da, um eure Bedürfnisse zu befriedigen, aber nicht, um eure Leere zu füllen.
Und in der Süße der Freundschaft lasst Lachen sein und geteilte Freude..."

(Zitat aus "Von der Freundschaft" - Der Prophet; Khalil Gibran)

Das muss man ein bisschen für sich interpretieren, um es zu verstehen. Oder für sich selbst zeitgemäß "übersetzen", denn Gibran bedient sich einer wundervollen Sprache, die heutzutage nicht mehr vielen vertraut ist.


Bekannte und Freunde


Einen einzigen Menschen kenne ich, den ich aus heutiger Sicht als wahren Freund bezeichne.
Unsere Gespräche sind von Offenheit und Tiefgründigkeit sowie Vertrauen geprägt. Das ist die Basis, auf der wir auch absolute Ehrlichkeit praktizieren. Seine Kritik ist manchmal schmerzhaft, aber immer liebevoll konstruktiv. Er ist oft das Auge, das ich gern verschließe und der Mund, der ausspricht, was ich gern verweigere zu sagen. Mit ihm als Freund ist es leichter, auch den unangenehmen Wahrheiten im Leben zu begegnen.
Und wir lachen viel, miteinander und übereinander und über die Welt, oder auch über das, was man Gott nennt. Der lacht dann mit.


Jeder hat Bekannte, sagte mir ein früherer guter Freund. Die hat man eben, und Bekannte heißen sie, weil man sie kennt. Freunde so führte er weiter aus, gibt es nur wenige. Haste einen, pflege ihn.

Tja, ich glaube, mancher Freund ist letztlich nur ein Bekannter, oder eine Freundin eine Bekannte.


Bild von Alexandra pixabay.com


Und überdies ist es auch so, das uns manche Menschen nur eine Phase unseres Lebens begleiten; dann zieht ein jeder weiter auf dem Weg der ihm vorbezeichnet ist - ohne den anderen.


[Sept. 2016 AF]


Mittwoch

Die verheimlichte Abstammung








von


József Budai



(ins Deutsche übersetzt von Ildiko Muranyi)



Der Zweite Weltkrieg hat Mord und Totschlag, ja Massenmord über die Welt gebracht und in der Bevölkerung Elend und Not über seine Dauer hinaus verursacht.
Im Geschichtsunterricht der Schulen wird das Thema häufig fokussiert bezogen auf den Holocaust. Doch diese üble Zeit von 1939-1945 hat noch ganz andere Katastrophen geschaffen, über die kaum jemand spricht.

Deutsche Soldaten (und sicher auch Soldaten anderer Nationalitäten) zeugten Kinder ...

Das Buch von József Budai erzählt eine solche Geschichte.
Der Autor wurde in Ungarn geboren, sein Vater verschwand an der russischen Front...

Zitat Klappentext:

"Die Zahl der Opfer des Zweiten Weltkriegs ist erschreckend: über 50 Millionen.
Davon waren mehr als 6 Millionen deutscher Herkunft. Es ist nur wenig bekannt, dass deutsche Soldaten während dieses Krieges im Ausland neues Leben zeugten.
Die meisten Mütter waren ledig und nahmen ihr Geheimnis mit ins Grab. ohne dass ihre Kinder je die Wahrheit über ihre Herkunft erfuhren.
Manchmal jedoch kommt das Geheimnis ans Tageslicht. Die Betroffenen stehen dann nicht selten vor einem Rätsel, und die Frage nach ihrem Vater belastet viele so stark, dass sie darüber erkranken.
Der in diesem Buch geschilderte Fall aus Ungarn ist eine wahre Geschichte..."

"Die verheimlichte Abstammung" ist erschienen bei tredition.
Paperback ISBN  978-3-7323-4682-0  (Preis 10,99 €)



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Montag

AUGUSTINUS



Vordenker des Christentums


Ein Lebensbild






von

Wilhelm Berndl



Wer kennt ihn eigentlich diesen Hl. Augustinus? Wer hat in der Schule etwas über in erfahren? Ich leider nicht; umso glücklicher und etwas wissender hat mich die Arbeit an diesem Buch gemacht.

Wenn man im Untertitel des Werkes von Wilhelm Berndl "Vordenker des Christentums" liest, denkt man zuerst an Religion. Erst recht die Tatsache, dass Augustinus-Skulpturen und -Bilder in Kirchen oder deren Umgebung platziert sind, lässt grundsätzlich Ahnungslose vermuten, dass es sich um einen Geistlichen handelt. Und ganz verkehrt ist das nicht. Doch Augustinus war weit mehr als ein Theologe und Kirchenmann. Der hochbegabte Augustinus war ein großer Philosoph und - ähnlich wie Sokrates - ein ausgezeichneter Rhetoriker.

Ich weiß tatsächlich - und trotz der Lektüre des Buches - zu wenig und müsste jetzt viel Literatur studieren, um diesen Augustinus besser noch kennen zu lernen, zu begreifen und über ihn berichten zu können. Daher bin ich dankbar, dass Wilhelm Berndl mir und damit vielen von uns diese Arbeit abgenommen hat und uns mit seinem Buch diesen Mann, der in der Zeit von 354-430 lebte, vorstellt.

Im Klappentext steht zu lesen: [Zitat]

"Augustinus war Kirchenvater, Bischof, Philosoph, Rhetoriker und Schriftsteller im ausgehenden griechisch-römischen Altertum - was könnte von ihm noch gesagt und gerühmt werden, das nicht schon auf alle erdenkliche Weise gesagt und gerühmt wurde? Der Autor lädt mit seinem Buch zu einem Versuch ein, uns Augustinus einmal von Mensch zu Mensch zu nähern, ein wenig abseits vom analysierenden und forschenden Blick und Interesse der Wissenschaft. - Der Versuch ist gelungen.

Professor Dr. Dr. Christof Müller, Leiter des Zentrums für Augustinus-Forschung an der Universität Würzburg schrieb dem Autor: "... möchte ich die Arbeit ob ihres Kenntnisreichtums und ihrer Detailfülle loben, und zwar in vielerlei Hinsicht: theologisch und philosophisch, aber vor allem auch philologisch und historisch. Sodann fällt positiv ins Auge, dass das reichhaltige Material konsistent und in sich harmonisch arrangiert und durchdrungen sowie geistreich interpretiert und zu einem stimmigen Gesamtgefüge gestaltet wurde."

Schon mit seinem Buch über "Sokrates" - Europäer der ersten Stunde ist es dem Autor vortrefflich gelungen, uns die interessante, intelligente, facettenreiche Persönlichkeit eines großen Denkers auf besondere und für uns Laien verständliche Weise nahe zu bringen. Selbiges gelingt ihm auch mit "Augustinus".

Nicht zuletzt deshalb ist das Buch leicht zu lesen. Gleichermaßen verständlich geschrieben wie die Sokrates-Biografie. Was ich jedoch persönlich besonders schätze, ist der stets außerordentlich feine Sprach- und Schreibstil des Autors.

"Augustinus - Vordenker des Christentums" ist erschienen im tredition Verlag.

Paperback (978-3-7345-4482-8) 18,99 €
Hardcover (978-3-7345-4483-5) 23,99 €
eBook (978-3-7345-4484-2) 11,99 €






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Freitag

Buchvorstellung: Steinkreise helfen Mutter Erde ...





... die ihr täglich zugefügten Umweltschäden zu überleben

von Volker von Schintling-Horny





Vielleicht waren/sind auch die seltsamen Kreise auf Kornfeldern ein solches Hilfsmittel...? Diese Überlegung kam mir jedenfalls gleich in den Sinn.
Der Autor führt u. a. in seinem Buch verschiedene, schon seit Urzeiten existierende Steinkreise als Beispiel an. Er schreibt: (Zitat Klappentext)

"Bei Steinsetzungen, ob als Steinkreise, Spiralen oder Achten, wird heute von der Wissenschaft immer von Kalenderanlagen oder Visierlinien zur Bestimmung der Tag- und Nachtgleiche gesprochen. Dabei handelt es sich hier eindeutig um Energiesammler und Kraftwerke.
Menhire und Dolmen werden sogar als Grabstätten bezeichnet, dabei sind es ausschließlich Richtstrahler und Energieweiterleiter.
Bienensiebensterne sind eine besondere Art von lebenden Steinkreisen."

Das Thema ist äußerst komplex, und selbst Wissenschaftler sind sich nicht ganz einig über die Bedeutung, forschen permanent weiter und gewinnen neue Erkenntnisse.
Das Buch von Volker von Schintling-Horny kann ein erster Schritt sein, sich der faszinierenden Materie anzunähern und sich selbst auf Forschungsreise in die Zeit und an mythische Orte zu begeben.

Jetzt erschienen bei tredition



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Mittwoch

Mit Recht: Urheberrecht

Das Foto vom Copyright-Zeichen verdanke ich pixabay und
Elias Schäfer (Urheber) aus Singen (Hohentwiel)



Urheberrechte

und warum Autoren u. Autorinnen sie keinesfalls ignorieren sollten

Immer wieder erlebe ich bei AutorInnen eine ziemliche Unbekümmertheit hinsichtlich der Verwendung von Bildmaterial in ihren Büchern. Im Internet steht eine reichhaltige Auswahl an passenden Fotos und Grafiken zur Verfügung, und weil das Internet für jeden zugänglich ist, diese Objekte "einfach so" heruntergeladen oder kopiert werden können, scheinen viele zu glauben, die Nutzung sei problemlos. Immerhin, so argumentieren einige, stellt der Urheber sein Werk ja öffentlich aus, also könne er nichts dagegen haben, wenn es andere sehen UND ggf. verwenden.

Ein ggf. schlimmer Trugschluss!

Selbst Lieschen Müller hat Urheberrechte, und auch sie muss gefragt werden, wenn man ihr schönes Foto von einer Schneelandschaft o. ä. für ein Buchcover verwenden möchte.
Wer die möglichen Probleme mit dem Urheberrecht umgehen möchte, kann es sich ganz einfach machen.

  1. Es gibt völlig kostenfreie Portale, in denen Fotografen ihre Werke kosten- und lizenzfrei zur Verfügung stellen (z. B. #pixabay - hier verzichten die Urheber auf ihre Rechte und gestatten die Verwendung für ziemlich alle Zwecke. Schön ist immer, einen solchen Urheber im Impressum zu nennen und ihm "eine Tasse Kaffee" zu spendieren - eine schöne Möglichkeit, ihm Anerkennung zu zollen.)
  2. Portale wie #shutterstock, #123rf.com#fotolia und andere bieten die Möglichkeit, Bilder zu kaufen (oder auch bei Mehrbedarf zu abonnieren). Diese Portale beschreiben auf ihren Seiten sehr genau, unter welchen Bedingungen die Bilder Verwendung finden dürfen bzw. welche Art von Lizenz erworben werden muss. Vorteil: Die Sache mit dem Urheberrecht und der Bildnutzung ist konkret geklärt und das auch noch für erschwingliche Preise.
  3. Wer dennoch ein Bild aus dem Internet, aus einer Zeitung oder einem Magazin verwenden will, sollte sich die Mühe machen, Kontakt zum Urheber aufzunehmen. In der Regel findet sich eine Möglichkeit zur Nutzung, und die muss noch nicht mal kostspielig sein.

Alles in allem, ist jede Möglichkeit der Klärung in Sachen Urheberrecht preisgünstiger als ein Konflikt, der u. U. vor Gericht landet und dann Unsummen verschlingen kann.
Das gilt auch für Tabellen, z. B. aus Fachzeitschriften, Tageszeitungen und Büchern.
Also, liebe Autoren und Autorinnen, tut euch einen Gefallen und klärt die Nutzung von Bildmaterial im Vorfeld bzw. besprecht euch mit einem/r Lektor/in und lasst die Sache klären.

Unwissenheit und Unbedarftheit schützen vor Strafe nicht. 

Und noch was
Autoren und Autorinnen sind ja auch auf ihr Urheberrecht bedacht…
Mit Recht ;-)

In diesem Sinne wünsche ich euch frohes, kreatives Schaffen.

Angelika Fleckenstein
#spotsrock





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Dienstag

Buchvorstellung: Keine Lust zum Sterben






von Jill Grey

Jill Greys Buch ist kein Ratgeber. Es ist vielmehr der Beginn einer Reise, auf die sich die Autorin begeben hat. (Zitat): "..., um den Film ihres Lebens bewusst anzuschauen, in den sie Jahrzehnte investiert, jedoch nie die Zeit gefunden hatte, das Drehbuch zu lesen. In 17 Einträgen berichtet die Autorin über ihre Kindheit bis zum Einstieg in die harten Drogen. Parallel dazu gibt sie Einblicke über die Erlebnisse, als sie sich – naiv, wie sie damals war – allein in ein abgeschiedenes Bergtal flüchtete. In die Texte fließen zudem diverse Dialoge mit Gott ein. Die Erzählungen sind bewegend, witzig, selbstironisch und halten dem Leser so manches Mal einen Spiegel vor."


"Weltschmerz" (Bild aus dem Buch)
 © Jill Grey


Vielleicht dachte ich deshalb, dass der Buchtitel ein Stück Trotz und Provokation ist. Jedenfalls fühlt es sich für mich so an. Die Dialoge mit Gott gefallen mir besonders. Sie sind so klar, authentisch und nachvollziehbar; der Blick in einen Spiegel bleibt da niemandem erspart. Und so fand auch ich mich in Sequenzen dieses interessanten Buches wieder.


Die Autorin ist ein Baseler Kind der 1960er Jahre. Sie ist Künstlerin und hat in den vergangenen Jahren sechs Bücher geschrieben. Sie töpfert und malt; Skulpturen von ihr wurden 2004 in der internationalen Kunstausstellung Arte in Basel gezeigt.



Ihr Buch ist aktuell erschienen bei tredition.

Ein weiteres Buch von Jill Grey erscheint unter dem Titel "Audienz der Toten" in Kürze im Grischa Verlag. Eine Gesellschaftssatire der besonderen Art - mit kriminalistischen und übersinnlichen Elementen...



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