Donnerstag

Helmut kehrt zurück





Also hier präsentiere ich Helmut, wie er bäuchlings an der Scheibe des Fensters vom Bad hockt und vermutlich auf wärmere Temperaturen wartet.

Und jetzt seid mal ehrlich: Er sieht doch wirklich etwas bedrohlich aus, und ihr könnt verstehen, dass ich ihm nicht das Fenster öffne, damit er hereinspaziert. Übrigens ist die winzig kleine schwarze Spinne schon mal vorsorglich getürmt...

Durchs Glas betrachtet:  H E L M U T


In zwei vorhergehenden Posts schilderte ich ja Helmuts tagelange Anwesenheit und sein plötzliches Verschwinden, nachdem ich mich gerade an ihn gewöhnt hatte.

Unglaublich, aber wahr: Helmut ist wieder da!

Ich traute meinen Augen heute Morgen nicht, als ich das kleine Fenster im Bad öffnen wollte. Meine Hand, die eben noch nach dem Fenstergriff langte, zuckte zurück beim Anblick des großen käferähnlichen Wesens, das ich durchs Scheibenglas erkannte.

Das Fenster blieb geschlossen, denn Helmut, dieses clevere kleine Schlitzohr (wo immer ein Ohr hat...) sitzt nicht etwa am Fliegenschutzgitter, sondern hat sich irgendwie durchgemogelt und hockt direkt auf der Fensterscheibe. Da ist es offenbar wärmer, und bei derzeitigen Nachttemperaturen um die 6 - 10 Grad minus wundert mich das nicht! Doch wenn ich das Fenster öffne, hab ich womöglich gleich im Badezimmer... - mhm.

Ob er sich morgen fotografieren lässt? Der Platz ganz oben in diesem Post hat nur ein Platzhalterchen. Sollte das Shooting morgen erfolgreich sein, seht ihr an dieser Stelle dann Helmut live und in Farbe.

Ist nur die Frage: Hab ich den Mut, das Fenster aufzumachen? 

Ja ja, ich weiß schon, dass ich ein bisschen plem-plem erscheine, weil ich in meiner blütenreichen Fantasie den großen Käfer in den Raum krabbeln, wenn nicht gar springen sehe. Lacht nur! Vorsicht ist die Mutter nicht nur in der Porzellankiste, auch am Fenster, wenn da ein Helmut an der Scheibe hockt.

Jedenfalls sorgt das beinreiche Krabbeltier für eine Fortsetzungsgeschichte, wie es scheint.




macht Bücher schön



und gelegentlich schreib ich was ;-)

Sonntag

Erwischt wie eine Frühlingsliebe - Fortsetzung I





Foto by BarmaleyOdessa pixabay.com


Wieder Musik zu machen ist mir weiterhin eine große Freude, auch wenn die Verzweiflung derzeit manchmal immer noch gleich neben der nächsten Note liegt. Ich schrieb ja in meinem ersten Blogpost von  "Erwischt wie eine Frühlingsliebe"  darüber, wie ich wieder zur Musik kam. Hier nun folgt die weitere Entwicklung seit August 2016:

Ui ui uiii, wenn die Dinge mal ins Rollen kommen, dann laufen sie nicht selten so rasch, dass man sich fürchten könnte, überrollt zu werden...
Nachdem ich eine Morino VI M zum Üben bekommen hatte, wurde es sehr ernst. Mit meinem Üben zu Hause und auch mit der Frage, wann ich denn vorspielen werde. Parallel dazu suchte ich weiterhin händeringend nach einem passenden und finanzierbaren Instrument.
Am 16. August 2016 fuhr ich dann nach vielen Übungsstunden abends zum Vorspielen. Ich erlebte erneut eine starke Glückswelle, als ich danach zurück nach Hause fuhr, denn ich durfte ab diesem Tag sowohl im Unterhaltungsorchester als auch im Hauptorchester mitspielen.
Über die ersten Proben will ich mal kein Urteil zu meiner Spielkunst fällen. Manchmal erschienen mir die Noten wie fremdartige Wesen, Pausenzeichen, Tempobezeichnungen und Vorzeichen tanzten vor meinen Augen irgendeinen wilden Tanz. So übte ich daheim mit und ohne Metronom, hörte mir die Musikstücke auf youtube oder CD an und merkte, dass es ganz allmählich besser wurde.

Rein körperlich wurde es nach der ersten Probe aber etwas leichter, denn ich durfte die doch recht schwergewichtige Morino VI M gegen die kleinere, sprich leichtere Ausgabe einer Morino V tauschen, die mir der Spielerkollege einfach so auslieh. - Ich stelle fest, dass meine Rückkehr zur Musik offenbar unter einem sehr glücklichen Stern stehen muss. Mit so viel Unterstützung hatte ich nicht gerechnet. 
Auch die Suche nach einem passenden Instrument hatte schneller als gedacht ein Ende. Ich fuhr schon Ende August in den Harz, um dort eine Morino VS ausprobieren. Ich kaufte sie und fuhr überglücklich damit nach Hause. Zwar musste ich zweimal mit ihr in die Werkstatt, und einmal überließ ich sie einem Spielerkollegen, der das Instrumentenbauen beherrscht, zur finalen Reparatur, aber inzwischen ist sie sehr gut spielbar.

Dass ich gleich beim wichtigsten und sehr beliebten Jahreskonzert des Orchesters mein Debüt haben durfte, sorgte für reichlich Ansporn, viel zu üben, um immer besser zu werden. Ende November, am 1. Advent, war es dann schon soweit. Wir spielten ein fantastisches Konzert... es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wieder mit dem Orchester auf der Bühne zu sitzen und Musik zu machen. Von dieser Atmosphäre kriege ich, wie früher schon, einfach nicht genug.



Man sieht, dass es Spaß macht ;-)

Und ich bin ein bisschen stolz darauf, dass es mir gelungen ist, das Konzertrepertoire innerhalb von nur etwas über 3 Monaten abgesehen von ein paar Unsicherheiten ganz gut spielen zu können. Zwar bin ich mit meiner Kunst keineswegs schon da angekommen, wo ich mich hin wünsche, und es wird noch einiges an Übungsarbeit notwendig sein, um an meine frühere Leistung anzuknüpfen, aber das wird gelingen. Ich weiß das ganz einfach, denn Übung hat sich in der Musik für mich immer ausgezahlt. Übung ist Vorbereitung auf die Proben, und die  Probenarbeit ist Vorbereitung auf die Konzerte. 

Ich habe inzwischen meine Schwachpunkte im Spielen gut erkannt und mir gezielt die entsprechenden Etüden ausgesucht, um konzentriert daran zu arbeiten. Dabei habe ich auch gemerkt, dass da etwas in mir ist, das mich - verflixt und zugedingst! - noch oft blockiert. Vermutlich ist es immer noch ein Hang zum Perfektionismus? Aber so etwas verkrampft, und dann läuft nichts.
Hin und wieder lasse ich aber auch ganz los, und dann laufen die Finger einfach und kennen ihren Weg. So etwas in dieser Art sagt der Dirigent hin und wieder, wenn wir proben: „Lasst die Finger einfach laufen, die wissen, wohin sie müssen.“ Wenn ich mir diesen Satz ins Gedächtnis rufe, tief durchatme und wieder spiele, dann wird diese Blockade schwächer und meine Finger laufen.
Zurzeit wünsche ich mir, die Schwächen durch weitere Übung abzubauen und die Blockierung schlicht zu vergessen. Das gelingt mir am ehesten, wenn ich vermehrt lausche und fühle und mich der Musik hingebe. Das gelingt mir auch schon häufiger bei den Proben, wenn ich das Stück gut kenne und auf die anderen höre, wenn ich nicht mehr angespannt zähle, wann ich einen Einsatz habe, sondern spüre-höre, wann es soweit ist, mich wieder in den Chor der anderen einzureihen.


"Rocky" in ganz besonderer Atmosphäre...

Musik ist Emotion, ist Leidenschaft, und wer so ein Musikstück wie "Rocky" aus dem gleichnamigen Film in jener besonderen Atmosphäre des Konzertsaals miterleben konnte, versteht, was ich meine.

Nun haben wir Januar 2017... neues Jahr, und wir haben die Probenarbeit wieder aufgenommen. In der Zeit seit dem Jahreskonzert habe ich sehr viel Filmmusik gehört, wunderschöne, packende Musik, von ich mir vorstellen kann, dass sie mit unserem Orchester sehr gut klingen könnte... Ich bin gespannt, wie es musikalisch in diesem Jahr mit mir und mit den Orchestern vorangeht.
Und ich werde berichten... ;-)





Spotsrock
macht Bücher schön

Angelika Fleckenstein
Freie Autorin & Lektorin
Postfach 11 23
D - 53821 Troisdorf
Telefon   (+49)  02241 169 2699
Mobil  (+49)  0160 766 2252

www.spotsrock.de
angel@spotsrock.de







Mittwoch

Helmut ist weg


So mag er ausgesehen haben. Foto by Josch13 pixabay.com



Gestern bin ich nicht dazu gekommen, über Helmut zu berichten. 

Hier also kurz etwas über sein Wohlbefinden:
Er war nicht in einen Winterschlaf gefallen, sondern begann ein bisschen herumzukrabbeln an der Stelle, wo sich zwei Stücke vom Insektennetz, die an dieser Stelle etwa 5 cm überlappen, vor dem Fenster befinden. Erst bewegte er offenbar nur die langen Beine, was lustig ausschaute, wenn man es durch die Scheibe beobachtete. Die Scheibe ist kein glattes Fensterglas, sondern dick geriffelt. Helmut schaute hin und wieder aus wie ein riesiges Insekt, weil dieses Glas einen Lupeneffekt hat.

Am Nachmittag hing er ziemlich weit unten kopfüber herum, und ich dachte, es sei eine gute Gelegenheit, die Kamera zu holen. Inzwischen war nämlich auch etwas Leben in die klitzekleine Spinne an der Decke gekommen, die sich etwas Richtung Fenster bewegt hatte. Jetzt konnte ich wenigstens erkennen, dass der runde schwarze Knopf tatsächlich eine Spinne ist.

Das mit der Kamera wurde aber nichts. Ich hatte viel zu viel Arbeit zu erledigen und musste mich alsbald auf den Weg zu den Proben machen (ich berichtete ja davon, dass ich wieder musiziere).

Heute dann - endlich - hatte ich mir Insektenshooting vorgenommen.
Frühstück... Arbeit... Telefon ohne Ende... Arbeit, Arbeit... oh, Fotoshooting, fiel es mir ein.
Helmut mag ein Insekt sein, aber seine Fühler müssen Antennen gewesen sein, denn er las vermutlich meine Gedanken. Möglicherweise hatte er Lampenfieber? Oder einen Hass auf Paparazzi? Jedenfalls, als ich ins Bad ging, um nachzuschauen, wo er denn hängt, war er weg. Einfach getürmt.

Und ich sag noch: "Helmut, es wird heute nass und stürmisch. Du tust gut daran, an meinem Badezimmerfenster hängenzubleiben, um nicht weggepustet oder -geschwemmt zu werden."

Aber so sind sie, die jungen Wilden. Sie haben ihren eigenen Kopf. Weiß der liebe Himmel, wo er hingekrabbelt ist. Vielleicht kommt er ja wieder, wenn es kälter wird. Und vielleicht - vielleicht aber nur - trau ich mich dann, das Fenster zu öffnen, um ihn mit der Kamera zu überraschen.

Die Minispinne hat sich übrigens wieder gerollt und residiert als schwarzer Punkt in der Ecke zwischen Wand und Decke. Möglich, dass sie sich gefürchtet hat, als Helmut sich draußen bewegte. Jetzt ist die Luft für sie wieder rein, und sie schlummert offenbar.

Genug von Insekten. Hat mir einfach nur Spaß gemacht, ein bisschen was zu schreiben.



Spotsrock
macht Bücher schön

und gelegentlich schreib ich was ;-)





Montag

Ein Käfer namens Helmut




Foto von Alexander Lesnitsky pixabay.com



Es ist nicht sicher, dass einer von den hier gezeigten Artgenossen dem ähnelt, der draußen vor meinem Badezimmerfenster ins Fliegengitter eingezogen ist. 

Es war in den ersten Tagen des neuen Jahres, da hing der Käfer plötzlich vor dem Fenster. Wunderte mich nicht, denn draußen war es saukalt, und am Fenster strahlt wenigstens die Wärme vom Haus ein bisschen ab. Ich wollte das Fenster ursprünglich öffnen, ließ es aber schleunigst bleiben, als ich das große Viech entdeckte.

Als es etwas wärmer wurde, war er wieder weg. Puh!

Seit drei Tagen ist er wieder da. Klar, es war ja auch wieder kalt geworden. 
Ich hab ihn mal von außen beäugt, in sicherem Abstand, denn Käfer dieser Größenordnung sind mir dann doch nicht geheuer. Keine Ahnung, was das für ein Zeitgenosse ist. Er baumelt seitdem mal rechts, mal links oder kopfüber im Netz herum und ... hält vielleicht einen Winterschlaf?

Seit gestern hat er einen Namen: Helmut. Ich finde er wirkt irgendwie helmutmäßig. Innen im Bad hängt eine winzige schwarze Spinne eingerollt in der Ecke zwischen Decke und Wand - und schläft. Helmut wäre gut beraten, sich auch ins wirklich Warme zu retten. Doch ich trau mich nicht, ihn reinzulassen. Ist vielleicht auch besser so, oder?

Jedenfalls grüße ich beide - Helmut und Minispinne - jeden Morgen und bin derzeit froh, dass sie sich nicht vom Fleck bewegen.

Mal sehen, was sie morgen treiben...


09. Jan. 2017 A.F.




macht Bücher schön

und schreibt auch - gelegentlich ;-)


Wer nicht fragt...




Niemand versteht mich.
Foto Hans Braxmeier pixabay.com

Niemand versteht mich?

Frage: Ist die Unfähigkeit der anderen meine Verantwortung?

Nein.

Wer nicht versteht, was ich schreibe oder sage oder wie ich mich verhalte, kann fragen.

„... wer nicht fragt, bleibt dumm...“ (Sesamstraße, läuft seit 1971 - gedacht für Kinder im Vorschulalter)

Aber wer nicht fragen will, wird (für sich selbst) gute Gründe haben und (vielleicht lieber) nicht wissen wollen, was wie eigentlich gemeint ist.

Manchmal lebt es sich besser mit Vermutungen, die das eigene Gewissen (Bewusstsein) schonen.

Die Frage in dem "Sesamstraßen-Lied" begleitet mich phasenweise privat – auch auch beruflich – immer wieder. Das Lied „Wer, wie, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm“ ist in vielen Lebenslagen passend. Auch wenn man schon erwachsen ist...

Sonntag

"Keine Lust zum Sterben Band 2"






von Jill Grey




Die Autorin legt nach dem kürzlich erschienenen Band 1 mit gleichnamigem Titel jetzt die Fortsetzung auf:

Die düsteren Erlebnisse, die wir jahrelang in der hintersten Ecke unseres Bewusstseins versteckt haben, bewusst und nüchtern nochmals anzuschauen, 
ist kein Zuckerschlecken. Das wurde Jill Grey klar, als sie begann, diesen zweiten Teil niederzuschreiben. 
Neben der Wut und Trauer, dann und wann auch der Fassungslosigkeit, erfasste die Autorin so manches Mal auch die nackte Scham über ihr Handeln in dieser Zeit. 
Dieser zweite Teil der Reise führt Grey durch ihre Drogenzeit in Basel, über zwei Aufenthalte in der psychiatrischen Klinik Hard, bis zum Eintritt in die Therapeutische Gemeinschaft Neuthal. 
Parallel dazu berichtet die Autorin über ihr Leben an der ligurischen Küste Italiens, wo sie wiederholt aus allen Wolken fiel, weil ihre Vorstellungen der Realität, die sie dort erwartete, einmal mehr kaum gerecht wurden. Auch in diesen Band fließen Dialoge mit Gott ein, so wie Gedichte, Bilder und Skulpturen der Autorin.

Frisch erschienen bei tredition Verlag Hamburg

"Keine Lust zum Sterben  Band 2"

200 Seiten

ISBN: 978-3-7345-8348-3 (Paperback 14,90 €)
ISBN: 978-3-7345-8349-0 (Hardcover 19,90 €)
ISBN: 978-3-7345-8350-6 (eBook 2,99 €)






Spotsrock
macht Bücher schön

Angelika Fleckenstein
Freie Autorin & Lektorin
Postfach 11 23
D - 53821 Troisdorf
Telefon   (+49)  02241 169 2699
Mobil  (+49)  0160 766 2252
www.spotsrock.de

angel@spotsrock.de


Montag

POWER vs. PARALYZATION ist Buch des Monats Januar 2017





Dieses Buch aus der Feder von Magnus A. Torell ist erst kürzlich bei tredition.com erschienen und wurde auf Anhieb "BOOK OF THE MONTH" January 2017.



Ich freue mich sehr für den Autor, den Verlag und auch für mich selbst, die ich das Vergnügen und die Ehre hatte, dieses wirklich aufschlussreiche Werk mit bearbeiten zu dürfen.

Da es in die englische Sprache übersetzt wurde, füge ich hier die zugehörige Beschreibung in dieser Sprache ein:

"For a long time we have recognised that the apparently unstoppable climate chances and disturbances of nature, the intensification in the rift between rich and poor, as well as the increasing unrest and migrant streams are indictive of a global state of emergency.
Furthermore, the new risks to our health, for example due to multi-resistant microorganisms, allergies or cancer, are causing us concern. 
What can I still eat, wohm can I still trust, and where will it all end?
In the face of these problems many of us are overwhelmed by feelings of helplessness and powerlessness. How could we even find ourselves in such a situation? How can we overcome the paralysis, indifference and resignation?
Every individual has the power to change something, because the economy and politics are dependent on mankind and not vice versa.

An exciting analysis of the psychological and social backgrounds allows us to better unterstand the situation and introduces us to the concrete steps that each of us can take to free ourselves of this feeling of powerlessness."


The potential of the individual

von Magnus A. Torell

erschienen bei tredition.com

308 Seiten

ISBN: 978-3-7323-8248-4 (Paperback 16,05 $)
ISBN: 978-3-7323-8249-1 (Hardcover 23,54 $)
ISBN: 978-3-7323-8250-7 (eBook 7,14 $)


Das Buch ist derzeit auch unter dem Titel "Tipping Point" - Der Weg in eine bessere Welt (ebenfalls erschienen bei tredition) in deutscher Sprache erhältlich.





Spotsrock
macht Bücher schön

Angelika Fleckenstein
Freie Autorin & Lektorin
Postfach 11 23
D - 53821 Troisdorf
Telefon   (+49)  02241 169 2699
Mobil  (+49)  0160 766 2252
angel@spotsrock.de




Donnerstag

Paul, Olivia und die Aromen der Farben





von Christian Maczek


Fünf junge Menschen stehen am Ende ihrer Studienzeit. Noch ist ihr weiterer Weg nicht klar...
Wer kennt diese Lebensphase nicht, wenn die Zukunft noch vage ist? Sie erscheint wie mit einem Bleistift lediglich zart skizziert, noch kann an ihr herumradiert, können Pläne ausradiert und neu entworfen werden. Ein ebenso angenehmes wie etwas Unsicherheit vermittelndes Gefühl, denn sich frühzeitig für eine Möglichkeit konkret zu entscheiden, könnte bedeuten, eine interessantere nicht erkannt zu haben. In solch schwebender Situation lassen sich Paul, Olivia, Richard, Benno und Claudia eine Zeit lang treiben. Sie begegnen einander an wechselnden Orten, erkunden die Umgebung, kochen und essen gemeinsam, philosophieren oft bis spät in die Nacht. Halb-ironisch, halb-ernst konstruieren sie ihr Bild von der Welt, diskutieren Regeln und Konventionen, denken über ihr künftiges Leben nach…
In drei Teilen erzählt uns Christian Maczek die Geschichte, die in den 90er Jahren spielt und sich über etwa ein halbes Jahr hinweg erstreckt. Es ist eine Geschichte über die Kunst, sein Leben zu leben und den Augenblick zu genießen. Es geht um Kreativität, Vielfalt und den Glauben an die Freiheit des Denkens.
Mir persönlich gefällt vor allem der sehr angenehme Schreibstil des Autors. Ein bisschen erinnert es mich die Art und Weise sowie das Erzähltempo eines Balzac oder einer Simone de Beauvoir, wenn es so angenehm dahinfließt, ohne je langweilig zu werden, weil die Aufmerksamkeit gefesselt bleibt durch die Wichtigkeit eines jeden Satzes. Christian Maczek lässt auch den Humor nicht zu kurz kommen. Er blitzt auf, wo man es nicht erwartet. Nicht als witzigen „Kracher“, sondern ganz charmant und zum Schmunzeln oder Kichern reizend an passender Stelle. Der Autor versteht es, Gefühle zu beschreiben, Stimmungen fühl- und sichtbar zu machen und zieht den Leser in den Bann der Beschreibungen. Schnell sind Sympathien für die Protagonisten geweckt, als Leser kann man sich gut mit dem einen oder anderen von ihnen identifizieren.
Christian Maczek hat mit seinem Erstling „Paul, Olivia und die Aromen der Farben“ ein rundum gelungenes Buch geschrieben.
  
von Christian Maczek
jetzt erschienen beim tredition Verlag Hamburg
360 Seiten
ISBN: 978-3-7345-8503-6 (Paperback 13,99 €)
ISBN: 978-3-7345-8504-3 (Hardcover 21,99 €)
ISBN: 978-3-7345-8505-0 (eBook 2,99 €)


Der Autor: 
Christian Maczek, Jahrgang 1963, geboren in Duisburg, hat in Innsbruck Medizin studiert und anschließend an verschiedenen Kliniken in Deutschland und Österreich gearbeitet. Seit 2002 lebt er in Zell am See als niedergelassener Arzt.


  

Spotsrock
macht Bücher schön
 Angelika Fleckenstein
Freie Autorin & Lektorin
Postfach 11 23
D - 53821 Troisdorf
Telefon   (+49)  02241 169 2699
Mobil  (+49)  0160 766 2252
www.spotsrock.de
angel@spotsrock.de